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Gefahren an der Haustür - Tipps zur Vorbeugung

Vorgetäuschte Notlage

  • Bei angeblicher Notlage von Fremden an der Tür (Schreibzeug, Glas Wasser) überlegen: Woher sollte Nachbar die Besucher wirklich kennen? Warum wenden sich Besucher in Not nicht an Apotheke, Gaststätte, Geschäft etc.?

  • Bei angeblicher Notlage anbieten, selbst nach Hilfe zu telefonieren oder das Gewünschte (Schreibzeug, Glas Wasser) hinauszureichen - dabei Tür gesperrt lassen.

Vortäuschung amtlicher Eigenschaft oder einer sonstigen Befugnis

  • Von Amtspersonen Dienstausweis fordern und sorgfältig prüfen (Druck? Foto? Stempel?). Im Zweifel vor Einlass bei der Behörde anrufen - Telefonnummer selbst heraussuchen.

  • Nur Handwerker einlassen, die selbst bestellt oder von der Hausverwaltung angekündigt wurden.

Vortäuschung einer persönlichen Beziehung

  • Bei Anrufen angeblicher Verwandter ("Enkel") in finanzieller Notlage unter deren bekannter - nicht der vom Anrufer angegebenen - Telefon- oder Handynummer zurückrufen und Sachverhalt zu klären versuchen.

  • Nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache halten.

  • Fremden, die als "Vertrauensperson" angeblicher Verwandter kommen, niemals Bargeld aushändigen.

Haustürgeschäfte

  • Zeit lassen! Nichts unter Zeitdruck unterschreiben, sich nicht beeindrucken oder verwirren lassen.

  • Nichts unterschreiben, was nicht genau verstanden ist - Unterschriften sind nie "reine Formsache", mündliche Absprachen immer unwirksam - niemals für angebliche Geschenke eine Unterschrift leisten.

Diebstahl / Raub - Tipps zur Vorbeugung

Taschendiebstahl

  • Nur so viel Bargeld mitnehmen, wie benötigt wird.

  • Beim Bezahlen an Kasse oder Schalter (Bahnhof) fremden Einblick in Geldbörse oder Brieftasche vermeiden.

  • Geld, Scheck- und Kreditkarten, Handy, Schlüssel und Papiere auf verschlossene Innentaschen der Kleidung verteilt dicht am Körper tragen.

  • Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder unter den Arm geklemmt tragen.

Handtaschenraub

  • Wenigstens Geld, Schlüssel und Papiere - möglichst auch Schecks, Kreditkarten und Handy - nicht in der Handtasche, sondern auf verschlossene Innentaschen der Kleidung verteilt dicht am Körper tragen.

  • Tasche verschlossen unter den Arm klemmen, auf der von der Fahrbahn abgewandten Seite tragen.

  • Nicht um die Tasche kämpfen und nicht festhalten, wenn Räuber sie entreißen wollen - Verletzungsgefahr durch Stürze, Gewaltanwendung oder Mitschleifen.

  • Wer durch eine vorsätzliche Gewalttat gesundheitlichen oder wirtschaftlichen Schaden erleidet, kann nach dem Opferentschädigungsgesetz Versorgungsansprüche geltend machen. Die Versorgungsämter und Opferhilfeeinrichtungen wie der WEISSE RING informieren über diese Möglichkeiten.

Betrug - Tipps zur Vorbeugung

Kaffeefahrten

  • Auf Kaffeefahrten unterhalten lassen, Speisen verzehren und Geschenke mitnehmen - niemals zu einer Bestellung oder einem Kauf verpflichtet fühlen.

  • Nichts unterschreiben, was nicht genau verstanden ist - Unterschriften sind nie "reine Formsache", mündliche Absprachen immer unwirksam.

  • Bei Verträgen auf Kaffeefahrten auf Datum und Unterschriften achten, Belehrung über Widerrufsrecht muss im Vertrag gesondert unterschrieben werden - fehlendes oder falsches Datum erschwert den Widerruf.

  • Vertragsdurchschrift fordern, auf der Name und Anschrift des Vertragspartners deutlich lesbar sind.

  • Schutz vor solchen unüberlegten Käufen bietet das Widerrufsrecht bei Haustürgeschäften gemäß §§ 312, 355 BGB. Binnen zwei Wochen kön nen Kaufverträge, die auf Kaffeefahrten oder ähnlichen Veranstaltungen abgeschlossen wurden, widerrufen werden - am sichersten per Einschreiben mit Rückschein. Zur Fristwahrung kommt es nur auf das Absendedatum an.

  • Das deutsche Widerrufsrecht gilt auch für Kaffeefahrten ins Ausland, wenn in Deutschland dafür geworben wurde und Busfahrt, Veranstaltung und Verkauf von einem deutschen Unternehmen durchgeführt wurden.

Weitere Informationen im Internet

Taschendiebstahl:

Handtaschenraub:

Trickdiebstahl in Wohnungen:

Kaffeefahrten:

Gewalt gegen ältere Menschen:

Weitere Informationsmedien (Bezug siehe unten)

Tricks an der Haustür:

  • Faltblatt und Broschüre "Der goldene Herbst"

Taschendiebstahl:

  • Faltblatt "Schlauer gegen Klauer"
  • "Faltblatt und Broschüre "Der goldene Herbst"

Handtaschenraub:

  • Broschüre und Faltblatt "Der goldene Herbst"
  • Faltblatt "Langfinger machen niemals Urlaub!"

Kaffeefahrten:

  • Faltblatt und Broschüre "Der goldene Herbst"

Gewalt gegen ältere Menschen:

  • Faltblatt und Broschüre "Der goldene Herbst"

Präventionszentrum der Polizei Bremen / www.polizei-beratung.de

Die Falt- und Merkblätter, sowie die Broschüren, Medienpakete und weitere Informationen erhalten Sie bei:

Präventionszentrum der Polizei Bremen

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Das Präventionszentrum berät sie kostenlos, individuell und produktneutral.

Es bietet Ihnen: verhaltensorientierte Beratungen für jedermann, sicherungstechnische Beratungen für Wohnobjekte, Gewerbebetriebe und Behörden (auch während der Bauphase) und jeden Monat Informationen im Rahmen eines Themenabends.

Neue Öffnungszeiten ab dem 17. April 2012:
montags und dienstags von 09:00 bis 15:00 Uhr und donnerstags von 09:00 bis 18:00 Uhr.

Am Wall 195 (2. Etage)
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WWW: www.polizei.bremen.de

Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes

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Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) verfolgt seit nunmehr 40 Jahren das Ziel, die Bevölkerung, Multiplikatoren, Medien und andere Präventionsträger über Erscheinungsformen der Kriminalität und Möglichkeiten zu deren Verhinderung aufzuklären.

Dies geschieht unter anderem durch kriminalpräventive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und durch die Entwicklung und Herausgabe von Medien, Maßnahmen und Konzepten, welche die örtlichen Polizeidienststellen in ihrer Präventionsarbeit unterstützen.

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